Christian Hartmann: Die Isenburg


Teil 1: Bau der Isenburg

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Im Jahre 1160 kam es zur 1. Teilung des großen Besitzes des Grafen Adolf IV. von Berg (1136 - 1160) unter seinen Söhnen Engelbert I. von Berg (1157 - 1189) und Eberhard I. von Altena (1161 - 1174). Infos zu den Verwandtschaftsbeziehungen.

Engelbert I. bildete weiter die bergische, sein Bruder Eberhard I. begründete die Linie Altena. Sie übernahmen damit jeweils getrennte Herrschaftsbereiche.

Um 1174 fand die nächste Erbteilung unter den Söhnen Eberhard´s - Friedrich und Arnold - statt.

Aus den Nachkommen seines Sohnes Friedrich von Altena (1173 - 1198) entstand später das bedeutende Grafengeschlecht von der Mark.

Sohn Arnold von Altena (1173 - 1209) begründete mit dem Bau der Burg Isenberg im Jahr 1193 bei Hattingen/Ruhr gemeinsam mit seinem Bruder Adolf, der zu dieser Zeit Erzbischof von Köln (1193 - 1205) war, die isenbergische Grafenlinie.

Etwa im Jahr 1200 war die Burg Isenberg hoch ober über der Ruhr fertig. Die Burg war für damalige Verhältnisse riesig. Ober- und Unterburg waren Ovale von je 120m Durchmesser.

Die Gegend um den Isenberg hatte damals sowohl strategisch als auch verkehrsgeografisch die ideale Lage. Er lag zwischen der Hauptstadt des Erzbischoftums Köln (50km) und der Hauptstadt des Herzogtums Westfalen Soest (70 km) genau am damaligen Hiliciniweg (Kleiner Hellweg) und dem Fährhof am Ruhrufer. Günstig für den Bau der Burg war auch, daß alle Materialien zum Bau der Burg am Ort vorhanden waren.