Christian Hartmann: Die Isenburg


Teil 2: Friedrichs Jugendzeit

zurück | weiter
Arnold´s Sohn Friedrich von Isenberg (1193 - 14.Nov.1226), der ursprünglich für den geistlichen Stand vorgesehen war, sollte als Spross dieser Altena-Isenberger Linie zu einer Schlüsselfigur der Geschichte werden. Früh schon hatte er bei seinem Onkel Adolf, Erzbischof von Köln, eine Domkanonikerstelle inne. Er verfügte über eigenes Vermögen und über Pfründe.

Nach dem Tod seines Vaters und seines älteren Bruders Eberhard im gleichen Jahr (1209) übernahm Friedrich das weltliche Regiment der Linie Altena-Isenberg.

In den nächsten Jahren wirkte Friedrich von Isenberg aktiv in der Politik mit. Er befand sich u.a. im Jahre 1210/1211 mit Kaiser Otto in Capua, nördlich von Neapel. Weiter war er Zeuge wichtiger kaiserlicher Urkunden. 1214 heiratete er Sophie von Limburg, Tochter von Walram III., Herzog von Limburg/Maas.

Nach längeren Aufenthalten in Köln - zu dieser Zeit die wichtigste Stadt Deutschlands - wechselte Friedrichs Aufenthaltsort ab 1216 zur Burg Novus Pons (Nienbrügge). Sie gehörte ebenfalls den Isenbergern und befand sich auf dem erhöhten Nordufer der Lippe bei der heutigen Stadt Hamm.

Ab 1217 nannte sich Friedrich per Urkunde nur noch Graf Friedrich von Isenberg, ebenso sein jüngerer Bruder Dietrich, der Bischof von Münster werden sollte. Der Aufenthaltsort Friedrichs mit seiner Familie war zu dieser Zeit die Isenburg bei Hattingen hoch oben über der Ruhr.

Es erfolgten zu dieser Zeit Umbauten am Palas sowie der Ausbau der Unterburg zum Industriegelände (Eisenverarbeitung).