Christian Hartmann: Die Isenburg


Geografische Lage - Burg Nienbrügge (Novus Pons)


Die Burg Nienbrügge (Novus Pons) erhob sich am Nordufer der Lippe, etwas nördlich des heutigen Hafens der Stadt Hamm. Die gleichnamige Stadt befand sich auf der südlichen Seite der Lippe. Burg und Stadt waren mit einer Holzbrücke über die Lippe verbunden.

Im Jahre 1209 - nach dem Tode des Vaters und des älteren Bruders - erbte Friedrich von Isenberg die Burganlage, die bis 1217 seine Stammburg war. Im Jahre 1217 wechselte er seinen Stammsitz zur Isenburg nach Hattingen/Ruhr.

Burg Nienbrügge (und auch die Isenburg) wurden nach dem Totschlag an Erzbischof Engelbert gegen Ende des Jahres 1225 vollständig zerstört.

Die vermuteten heutigen Reste der Burg befinden sich wohl in der Flur Steinwinkel und Borgstätte in Bockum-Hövel. Im November 2011 wurde von den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe eine Ausgrabung auf dem vermuteten Gelände der Burg durchgeführt. Dabei wurden die Fundamente eines Nebengebäudes entdeckt und zahlreiche Grabungsfunde gesichert. Neben Tonkrügen, Scherben wurde auch ein Steigbügel und ein Hufeisen aufgefunden.